Hallo Welt!

Von Maria Herrmann, 16 Oktober, 2020
Bild eines weißen Schreibtisch von oben. Links ist ein Mobiler Computer zu sehen, rechts die Gestalt eines Menschen, der mit einem Stift beginnt auf weißes Papier zu schreiben.

... so beginnen manchmal erste Postings in Social Media Kanälen oder auch erste Blogartikel– und dieser hier will keine Ausnahme sein. Bevor ich diese Überschrift ausgesucht habe, habe ich einmal nachgesehen, woher dieses »Hallo Welt« eigentlich kommt.

Programmiererinnen und Programmierer nutzen diesen einfachen, kleinen Satz, um erste Schritte in einer neuen Programmier-Sprache zu gehen. Zurückverfolgen kann man das bis etwa in die 1970er Jahre. Und so kam es, dass Blog-Anbieter dies wie selbstverständlich als Titel erster, automatisch erstellter Einträge einrichten. 

Ich denke, viel besser kann man das Projekt der »Digitalen Domschule« nicht überschreiben. Die Idee dahinter ist so einfach, wie herausfordernd: Alles dreht sich um dieFrage danach, wie Kirche in digitalen Kontexten ein Ort werden kann und einen Beitrag dazu leisten kann, der es möglich macht fürs gute Leben zu lernen. Das eigene, aber eben vor allem auch das von anderen.

Mit diesem Anliegen kann eine solche digitale Plattform auch zu einem Instrument werden, das kirchenentwicklerisch funktioniert: Auch hier sind Lern- und sicherlich auch Ver-Lernprozesse elementar wichtig, und auch hier sollten Sozialraumorientierung, Gemeinwesen und die Sendung als Christinnen und Christen in der Welt im Blick sein. (Mehr zu den Hintergründen des Projekts finden Sie auf der Seite »die Idee«.) 

»Hallo Welt!«

Schließlich mag ich den Gedanken daran, dass da noch ein ganz anderer, eine ganz andere ist, der oder die immer wieder, mal laut, mal leise, vielleicht manchmal auch in unverständlicher Sprache, aber doch unablässig ein »Hallo Welt!« formuliert. Eines, das tragen will und wandeln. Eines, das Christinnen und Christen mit hineinnehmen will in eine unfassbare Liebe und in eben jene Welt schickt, um sie zu einem besseren Ort zu machen. Genau diesem Anspruch will auch die »Digitale Domschule« nachgehen. »Hallo Welt!« sagt ein Gott, der sie erschaffen hat. Einer, der in sie hineingeboren und für sie gestorben und auferstanden ist. Und »Hallo Welt!« sagt eine Geistkraft, die in ihr kreativ wirkt bis zu ihrem Ende.

Auf dieser Website möchten wir in den kommenden Monaten unsere Erfahrungen teilen, die wir mit unserer Idee und unserem Experiment einer »Digitalen Domschule« machen. Ich schreibe diese Begriffe heute (immer) noch in Anführungszeichen, weil wir zum jetzigen Zeitpunkt gar nicht wissen, ob sich dieses Begriffspaar hält – oder ob uns im Laufe unserer Experimente etwas Besseres, Griffigeres oder auch Freieres entgegenkommt. So eine »Domschule« erzeugt ja sicherlich auch ganz eigene Bilder. Aber bis das alles so weit ist, soll es nun vorerst so bleiben. Es sind ja genau diese Unsicherheiten, die zum Entwickeln von Innovationen dazu gehören.

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