Was ein Schulpraktikum mit der Digitalen Domschule zu tun hat…

Von Lena Lange, 17 September, 2021
Neon Schrift "Hello"

Hallo, ich bin die neue Praktikantin! Wie viele von Ihnen – und Euch – wissen werden, ist es üblich, sich erst einmal vorzustellen, wenn man irgendwo neu ist. Daher also zu meiner Person: Mein Name ist Lena Lange, ich bin 21 Jahre alt und studiere Soziale Arbeit und Praktische Theologie in Mainz. In meiner Freizeit bin ich viel ehrenamtlich in der Jugendarbeit unterwegs, sodass ich es gewohnt bin, dass nach den Vorstellungsrunden, die Kennlernspiele folgen – die lasse ich an der Stelle ausnahmsweise weg.

Wie bin ich nun bei der Digitalen Domschule gelandet? Im Rahmen des Studiums der Praktischen Theologie muss im Laufe der Zeit ein Schulpraktikum absolviert werden. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass man nach Abschluss des Studiums in die Ausbildung zur Gemeindereferent*in gehen könnte. Nun werden die meisten von Ihnen bei einem Schulpraktikum zunächst an Grundschulen, Förderschulen oder weiterführende Schulen denken – nicht aber an die Digitale Domschule. Da ein Kommilitone von mir, Johannes Schulte, aber bereits Anfang des Jahres sein Praktikum hier bei Maria Herrmann absolviert hat, wurde ich auf die Idee gebracht „Schulpraktikum“ neu zu interpretieren. Schulen bzw. explizit der Unterricht in Schulen haben Bildung zum Ziel. Das gelingt ihnen je nach Schulfach, Lehrende und Lernende mal mehr, mal weniger gut. Genau an dieser Stelle kommt aber auch schon die Gemeinsamkeit von Schule und Digitaler Domschule zum Vorscheinen: Bildung. Der Bildungsprozess geschieht dabei in in zwei ganz unterschiedlichen Formaten, in ganz anderen Settings, trotzdem aber mit dem gleichen Ziel: dass Menschen etwas lernen – im besten Fall fürs (gute) Leben!

Das beantwortet nun immerhin schon die Frage, wie die Vorgabe „Schulpraktikum“ mit der Digitalen Domschule zusammenpasst, wieso ich mich nun hierfür entschieden habe noch nicht. Das ist eigentlich ganz einfach. Das Internet ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Ich selbst gehöre zu der Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist. Digitale Räume und Soziale Medien gewinnen immer mehr an Bedeutung – dazu hat die Corona-Pandemie nochmal wesentlich beigetragen, weil wir auf einmal auf die digitale Welt angewiesen waren. Und auch die katholische Kirche sollte langsam anfangen den Prozess der digitalen Transformation anzunehmen und digitale Räume als Möglichkeitsräume zu sehen und für sich zu nutzen. Papst Franziskus hat sich dazu im letztem Jahr in seiner Enzyklika „Fratelli Tutti“ wie folgt geäußert:

„Besonders das Internet kann allen größere Möglichkeiten der Begegnung und der Solidarität untereinander bieten, und das ist gut, es ist ein Geschenk Gottes. Es muss allerdings ständig überprüft werden, ob uns die heutigen Formen der Kommunikation tatsächlich zu einer großherzigen Begegnung, zu einer aufrichtigen Suche nach der vollen Wahrheit, zum Dienst, zur Nähe zu den Geringsten, zum Einsatz für den Aufbau des Gemeinwohls führen.“

Das Internet schafft Begegnungs-, Austausch- und Kommunikationsräume, die auch Kirche für sich sinnvoll nutzen kann und sollte. Ich finde es wahnsinnig wichtig und spannend, dass sich die Digitale Domschule genau das auf die Fahne geschrieben hat: Das Internet als Möglichkeitsraum für Kirche zu begreifen und damit einen digitalen Ort zu schaffen, an dem Kirche stattfinden und Bildung geschehen kann. Und das Ganze unter dem Motto „Für das gute Leben lernen“ im Austausch, in der Kommunikation mit- und füreinander.

In diesem Sinne des gemeinsamen „Für das gute Leben lernen“ freue ich mich sehr auf die kommenden Wochen und auf alles, was ich lernen und erleben werde!